08.03.18

Wenn der Bunny am Weltfrauentag im Pfeffer liegt

Am Weltfrauentag, dem 08.03.2018 dreht sich alles um die Frau. Die Frau an sich und im Speziellen. Mancherorts wird sie am Weltfrauentag mit Geschenken überhäuft (wie in Russland), manchmal darf sie darauf hinweisen, dass sie die Gleichberechtigung nicht nur versprochen, sondern gerne tatsächlich gelebt haben möchte. So (sorry, liebe Blumenhändler und Juweliere) ist das bei uns. Jedenfalls steht sie, also die Frau, sowas von im Mittelpunkt am Weltfrauentag. Sogar in den Nachrichten kommt sie dann vor. Auf allen Kanälen. Nur ändern tut sich nichts. Da komme auch ich nicht am eigentlichen Thema vorbei: Wo liegt in Punkto Gleichberechtigung eigentlich der Hase im Pfeffer? (mehr …)

22.02.18

Schlechte Chancenauswertung im Spiel ums Ganze

In Bremen haben sie sich entschieden: Dort soll der Steuerzahler nicht mehr für Polizeieinsätze bezahlen, die durch Fußballfans oder besser gesagt Hooligans verursacht werden. Dass dieses Urteil im Rest der Republik nicht unbeachtet und unkommentiert, was klar. Ist doch der (Profi-) Fußball mittlerweile zum heiligen und wohl emotionalsten Kulturgut in unseren europäischen Gesellschaften geworden. TV-Sender und ihre Kollegen der schreibenden Zunft berichten über jede Flatulenz, am besten live. Dass dieses Urteil aber auch eine der vermutlich wesentlichsten Gerechtigkeitsfragen berührt, wird im emotionalen Aufschrei oft übersehen. (mehr …)

04.02.18

Hört nicht auf die Hetzer!

Heute dienen Vorverurteilungen und Hetze vielleicht noch als Aufreger zur Auflagensteigerung. Eine Frage, die ich mir stelle, wenn ich mir solche Schlagzeilen ansehe: Warum hetzen spezielle Medien gezielt negative Stimmung an und spielen mit dem dadurch ausgelösten Zorn? Heute noch überwiegend gegen Verbrecher oder manchmal schon gegen Politiker, morgen dann vielleicht gegen eine Volksgruppe oder vielleicht gegen Dich? Ist es überhaupt ok, wenn man heute offensichtliche Verfehlungen, die kein Mensch auf der Erde billigt, weiter aufbauscht und den dadurch ausgelösten Zorn zum eigenen (finanziellen) Vorteil einsetzt? (mehr …)

26.01.18

Seltsames Versteckspiel in New York

Reiterdenkmal der deutschen Kolonialtruppen in Windhoek/Namibia © Markus Schollmeyer

Vor fast 120 Jahren ermordeten deutsche Truppen ca. 120 000 Herero und Nama im damaligen Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia. Jetzt erst wird die Bundesreplik Deutschland in New York von Nachfahren dieser getöteten Herero und Nama auf Wiedergutmachung verklagt. Olle Kamellen, oder? Mitnichten! Das Thema – das ich schon länger aus Namibia sehr gut kenne – wirft interessante Fragen aus Sicht der Gerechtigkeit auf, die sauber geklärt gehören: Wie lange und zu welchen Konditionen sühnt man solchen Verbrechen? Kann man das mit Geld gutmachen oder ist eine solche unfassbare Straftat nur dann gesühnt, wenn die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden? Sollte das durch ein US-amerikanisches Gericht entschieden werden? (mehr …)

10.11.17

Die Resultate erfreuen uns!

Resultate sind immer so eine Sache. Sie machen messbar, was passiert oder worum man sich bemüht. Sei es ein Endergebnis im Sport, sei es das Verkaufsergebnis in der Wirtschaft oder die Noten der Schüler oder Studenten. Wie aber misst man eine Wohltätigkeitsmission aus dem Umfeld Chancengerechtigkeit? Wie misst man Bildung und seine Wirkung? Normalerweise misst man in Zahlen, hier wird ausnahmsweise in Worten gemessen. Und zwar mit dieser wahren Geschichte aus Namibia. Sie wurde uns nach unserer Rückkehr berichtet und zeigt, warum es die Strapazen der Reise und die Arbeit dort wert war. Es ist die Geschichte zwei Teenager, die ihr Leben und das Ihrer Familie in einer der Townships mal mit einem Diebstahl, einem Betrug oder auch schon mal mit einem Raub finanzierten. Schule war nicht ihr Ding. Diese beiden Jungs sahen in Ihrer Township eine Lehrerin auf der Veranda des Gemeindehauses. Dort war eine unserer Bases angebracht und sendet die hinterlegten Inhalte. Die Lehrerin kam seit dem jeden Tag und streamte die Inhalte. Das machte die beiden neugierig, nicht nur weil man vielleicht das Tablett klauen konnte, sondern sie wollten wissen, das die junge Frau dort machte. Was noch passieren sollte, konnte aber niemand erahnen. (mehr …)

09.11.17

Namibia Mission: So wars

Markus Schollmeyer in der Namib © Markus Schollmeyer

Was habt ihr denn da eigentlich genau gemacht ist wohl die häufigste Frage, die nach der Rückkehr gestellt wurde. Bevor ich schreibe, was wir erlebten, eine kurze Beschreibung, weshalb wir hinfuhren. Die konkrete Mission verlief so, dass wir hier in Abstimmung mit der nambischen Seite die Bases preparierten, sie dann auf eigene Kosten dorthin brachten und auf Anweisung der Ministerien die Bases dort in Betrieb nahmen, wo die größte Notwendigkeit gesehen wurde. „Die Bases“ senden internet unabhängig als patentierte Technik made in Germany digital Inhalte auf Smartphones, Tablet Computer, Laptops usw (Mehr Info hier). So kamen wir beispielsweise in einen Kindergarten in einer sog. Township, einer sog. „Armensiedlung“ und Rural Areas (entlegene Gebiete). Aber das ist nur die halbe Geschichte.  (Und eine Bildergalerie gibts auch….) (mehr …)

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