Markus Schollmeyer Rechtsanwalt GerechtigkeitsforscherSoziale Intelligenz ist die Fähigkeit sich und andere zu erkennen. Das umfasst die verbale und non-verbale Interaktion zwischen Menschen, um daraus konkrete Handlungsanleitungen und Strategien zur ethisch sauberen Zielerreichung zu entwickeln. Mein Ausgangspunkt dieser Analyse ist die Gerechtigkeitsforschung.

Was ist Gerechtigkeitsforschung?

Das Wort Gerechtigkeitsforschung leitet schnell auf einen falschen Pfad. Unter Gerechtigkeitsforschung werden

„grundsätzlich verschiedene Forschungsansätze verstanden, die sich mit den in der Gesellschaft vorhandenen Einstellungen, Motiven, Wahrnehmungen und Urteilen zur Gerechtigkeit befassen. Die Gerechtigkeitsforschung trifft keine Aussagen darüber, was unter Gerechtigkeit verstanden werden soll, sondern in ihr wird mit empirischen Erhebungen untersucht, was die Menschen über Gerechtigkeit denken und wie sie die gegebenen Verhältnisse in Hinblick auf ihre Gerechtigkeitsvorstellung beurteilen.“ (Quelle: Wikipedia)

Es geht also nicht um „die“ Gerechtigkeit, sondern um das Erkennen, was bestimmte Gruppen zu Themen der Gerechtigkeit und Fairness denken. Ich nenne Gerechtigkeitsforschung deshalb auch die Basis der Lehre von der sozialen Intelligenz. 

Wie ging es dann weiter mit „meiner“ Gerechtigkeitsforschung?

Mit der Gerechtigkeitsforschung selbst kam ich konkret 1995 in Los Angeles in Berührung. Dort ist das Wissen um die Einstellungen der Menschen zur Gerechtigkeit – wie in allen Ländern mit Geschworenengerichten – der Schlüssel für Rechtsanwälte zum Urteil, da so die Urteilsbandbreite der Geschworenen sehr gut eingegrenzt und argumentativ bearbeitet werden kann. Schließlich sind Geschworene keine Juristen und entscheiden nach dem Gerechtigkeitsempfinden. Im ersten Schritt muss ein Anwalt dort die Geschworenen einschätzen lernen, um seine Argumente wirksam zu machen. Damit handelt es sich um im engeren Sinne um soziale Intelligenz, weil andere erkannt werden, um besser zu argumentieren. Ich erlernte die ersten Techniken der Körperspracheannalyse und Aussagepsychologie. Diese Technik brachte ich mit nach Deutschland und entwickelte sie in meinem Institut für Gerechtigkeitsforschung nach meinen ethischen Vorstellungen weiter und kombinierte die Elementen der Aussagepsychologie und der Analyse der Körpersprache zu einem effektiven Tool der Wahrheitsfindung. So entstand ein Werkzeug der sozialen Intelligenz für zunächst Verhandlungen, Gerichtsverfahren und Öffentlichkeitsarbeit, welches nicht nur die wahren Motive offenlegt, sondern auch die drekte Kommunikation oder mit der Öffentlichkeit leichter und schneller verständlicher macht. Um Mißbrauch zu vermeiden, arbeite ich nach einem Fairness Kodex, der Wahrheit, Fairness und Gerechtigkeit als elementare Werte versteht. Dieses Tool habe ich dann zur BACON® Methode weiterentwickelt und so die Möglichkeit geschaffen, die Notwendigkeit von Kurskorrekturen zu sehen und die nachhaltige Umsetzung wirklich passend zu gestalten.