da Prinzip“Shōganai“ und der Mut zum Gleichmut

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Manchmal steht man vor einer Tatsache, die sich durch keinen Willen der Welt rückgängig machen lässt. Ein Zug ist abgefahren. Ein Mensch hat sich entschieden. Ein Körper kann etwas nicht mehr, was gestern noch selbstverständlich war. Genau für solche Momente gibt es im Japanischen das Wort Shōganai: Da kann man nichts machen.
Der Satz klingt zunächst nach Kapitulation. Als würde jemand die Schultern zucken und sich mit allem abfinden. Aber zwischen Resignation und Gleichmut liegt ein entscheidender Unterschied. Resignation sagt: Es hat ohnehin keinen Sinn. Gleichmut sagt: Ich sehe, was geschehen ist. Jetzt überlege ich, was noch in meiner Hand liegt.
Nach meinem Schlaganfall hätte ich vieles gern wegdiskutiert. Die Lähmung, die Erschöpfung, die Grenzen, die nicht verschwanden, nur weil ich sie ungerecht fand. Es gab Tage, an denen mich genau das wütend machte. Und diese Wut hatte ihr Recht. Shōganai bedeutet nicht, dass man ein Ereignis gut finden oder seine Folgen schönreden muss. Es bedeutet zunächst nur, eine Tatsache als Tatsache anzuerkennen. Erst dann kann ich entscheiden, wie ich mit ihr lebe.
Das ist schwerer, als es klingt. Wir lernen früh, dass Einsatz belohnt wird und dass man nur fest genug wollen müsse. Bei manchen Dingen stimmt das. Übung kann etwas verändern. Eine Entscheidung kann eine Tür öffnen. Aber kein Mensch bekommt durch bloße Entschlossenheit die vollständige Kontrolle über seinen Körper, andere Menschen oder die Zukunft. Wer das behauptet, macht den Betroffenen am Ende noch für das

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